Notizbuch

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langsam leben - langsam lesen

Diese Tage lebe ich langsam.
Ich komme grade von einem Abendspaziergang. Rosa Sonnenuntergang, die Grillen zirpen, die Wiesen duften süß. Wie schön sind diese lauen Sommerabende, wenn es langsam dunkel wird und es noch so angenehm warm bleibt.

Diese Tage lebe ich langsam.
Ich mache Platz, Raum. Für mich, für das was JETZT ist. Nachdenken, Nachsinnen & Ausruhen gehört da für mich auch dazu. Und dann einfach Da-sein. (leichter gesagt, als getan. Aber irgendwann geht es wie von allein)

Ich mag es, wenn sich das Wenige nach so viel mehr als das Viele anfühlt. Sowie bei der traditionellen japanischen Gedichtform, dem Haiku. (Bei Interesse kannst Du da noch genauer bei anderen Quellen nachlesen.) Was sie für mich sind: mit wenigen Worten Vieles sagen. Wenige, bewusst gewählte Worte, und gleich taucht man in Momente, Stimmungen, Räume ein, in denen nicht alles ausgesprochen werden muss, man aber zwischen den Worten mitfühlt, was es ist. Und dann bleibt irgendwie doch alles offen. Das mag ich.

Diese Gedichte lese ich langsam.

Und ich mag es auch, kleine Gedichte - von Haikus inspiriert - zu schreiben. Ein paar davon sind in meinem Poesiegarten gelandet. Lies gerne rein. Es ist schön, sie mehrmals und langsam zu lesen. Wie wirken sie auf Dich? Was erzählen sie Dir?

Alles Liebe, Martina
                   4.Juli, 2026